Kinder und Jugendliche

Herausforderungen für die Dorfregion:

Der Anteil der Personen unter 25 Jahren macht im Jahr 2019 nur knapp 1/4 der Gesamtbevölkerung der Dorfregion aus. Hier ist ein Rückgang in der Altersgruppe der 18-24-Jährigen (von 7,1% auf 6,4%), der Altersgruppe der 14-17-Jährigen (von 6% auf 4,1%), sowie der Altersgruppe der 6-13-Jährigen (von 7,4% auf 6,7%) zu erkennen. Die Anzahl der Kleinkinder bis 5 Jahre ist in den letzten Jahren minimal von 5,7% auf 5,9% gestiegen (wenngleich auch hier zwischenzeitlich ein Rückgang zu erkennen war).

Altersgruppenentwicklung der Dorfregion MOHNI 2010 – 2019.
Altersgruppenentwicklung der Dorfregion MOHNI 2010 – 2019. Eigene Darstellung, Daten: Stadt Bremervörde, Stichtag jeweils 31.12., die Daten beziehen sich auf den Hauptwohnsitz


Diese Entwicklung lässt vermuten, wie sich der demographische Wandel in den nächsten Jahren in der Dorfregion MOHNI darstellen wird: Mehr ältere, weniger jüngere Menschen. Es ist davon auszugehen, dass der Anteil der erwerbstätigen Bevölkerung in den kommenden Jahren weiter abnimmt, da ein großer Teil der Menschen in das Rentenalter übergeht und jüngere Menschen ausbildungs- oder berufsbedingt in Städte ziehen. Zudem sinkt die Geburtenrate.

Ziele des Handlungsfeldes:

Ziel des Handlungsfeldes ist die Entwicklung eines kinderfreundlichen Klimas. Es sollen Angebote für Kinder und Jugendliche geschaffen werden, um diese in der Region zu halten, bzw. den Zuzug für Familien attraktiver zu gestalten. Das Handlungsfeld umfasst auch die Partizipation von Kindern und Jugendlichen an den Dorfentwicklungsprozessen, sodass sie ihre Wünsche und Bedürfnisse einbringen können, denn insbesondere sie sind von den Entscheidungen, wie sich ihr Dorf in Zukunft entwicklen soll, betroffen. Wenn sie ihre Region selbst kinder- und jugendgerecht mitgestalten, z.B. durch Bauen, Bemalen oder EInrichten, wird die Identifikation mit dem Lebensort gesteigert, und die Gestaltung wird den Bedürfnissen der unterschiedlichen Altersgruppen gerecht, die Erwachsene nicht immer kennen. Auch können Kinder und Jugendliche durch ihre andere Denkweise ganz neue Blickwinkel eröffnen. Die Entscheidungsfindung soll auf allen Ebenen bedarfsorientiert, inklusiv, partizipatorisch und repräsentativ erfolgen. Vorstellbar wären z.B. Kinderkonferenzen - und Versammlungen, Jugendforen oder Runde Tische. Hierbei werden gleichzeitig unmittelbar demokratische Erfahrungen gesammelt und das politische Engagement der Kinder und Jugendlichen gestärkt. Außerdem können sie die Auswirkungen ihres Engagements besser nachvollziehen und werden so Expert*innen in eigener Sache. Aber diese Beteiligungsverfahren benötigen eine professionelle Begleitung und sollten bei zeitlich, räumlich und inhaltlich begrenzten Projekten erprobt werden, da langwierige Prozesse demotivierend wirken könnten. Eine Beteiligung ist also bei einer konkreten Planung ratsam. Wichtig ist auch, dass es sich nicht um sogenannte "Alibi-Veranstaltungen" handelt, sondern eine reale Mitbestimmung möglich ist. Aus sich schnell verändernde Bedürfnisse muss reagiert werden können.

Was ist geplant?

Das Jugendzentrum soll unter der pro-aktiven Mitwirkung der Jugendlichen neu gestaltet werden. Auch im Bereich Freizeit und Tourismus sollen Möglichkeiten für junge Menschen geschaffen werden, sich aktiv in die Planungen und Ideen-Entwicklungen einzubringen. Der erste Schritt ist eine Ist-Analyse, die untersucht, welche Angebote bereits in welchem Umfang vorhanden sind, sowie eine Bedarfsanalyse. Darauf aufbauend sollen weitere Aktivitäten angeboten werden. Zentrale Umsetzungsschritte bestehen aus der Akquirierung von Mitgliedern für die Kinder. und Jugendgruppe, der Organisation von Veranstaltungen und der Überprüfung der bestehenden Busverbindungen in Bezug auf die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen.

Ziele

  • Veranstaltungen mit Übernachtungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche

  • Aktionen mit Themenbezug zu Naturschutz und regionalen Produkten

  • Aktive Kinder- und Jugendbeteiligung bei Planungsprozessen